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Was wir för­dern

Unsere Förderkriterien

Zur Erfüllung ihrer Stiftungsziele unter­stützt die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam seit 1999 eine Vielzahl an Kinder- und Jugendprojekten und legt dar­über hin­aus eige­ne Förderprogramme auf. Die Stiftung will mit ihrer Förderung Kinder und Jugendliche dabei unter­stüt­zen, sich zu selb­stän­di­gen, eigen­ver­ant­wort­li­chen und tole­ran­ten Persönlichkeiten zu ent­wi­ckeln.

Dabei ste­hen jun­ge Menschen im Fokus, die aus von Benachteiligung betrof­fe­nen Familien, Gruppen oder Regionen kom­men. Benachteiligung ist dabei bewusst weit gefasst und bezieht sich auf Zugezogene, Minderheiten, Kinder und Jugendliche mit kör­per­li­chen, kogni­ti­ven oder sozia­len Schwierigkeiten genau­so wie jun­ge Menschen, die in länd­li­chen Regionen mit wenig kul­tu­rel­lem Angebot leben oder die nicht in ihrem Elternhaus auf­wach­sen kön­nen.

Wichtig ist, dass die jun­gen Menschen aktiv in die Projektarbeit mit ein­be­zo­gen wer­den. Bevorzugt wer­den außer­dem Vorhaben, die neue Ansätze erpro­ben und die Kinder und Jugendliche in hohem Maße anspre­chen.

Wir för­dern beson­ders Projekte aus den fol­gen­den Bereichen:

Gesellschaftliche Teilhabe und (internationale) Begegnungen

Feriencamp Demokratie und Persönlichkeit

Projektträger: Trägerwerk Soziale Dienste in Berlin Brandenburg gGmbH
Laufzeit: Januar bis Dezember 2025

Im Camp „Demokratie und Persönlichkeit“ erle­ben 60 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren aus unter­schied­li­chen sozia­len Kontexten, dar­un­ter ca. 15 aus Brandenburg, eine viel­fäl­ti­ge Ferienfreizeit. Das Camp bie­tet alters­ge­rech­te Angebote unter fach­kun­di­ger Betreuung, in denen Spiel, Spaß und grund­le­gen­de demo­kra­ti­sche Werte sowie Toleranz ver­mit­telt wer­den. Die Vorschläge, Wünsche und Interessen der Kinder wer­den aktiv mit berück­sich­tigt. Das Feriencamp rich­tet sich an Kinder und Jugendliche mit sozia­ler Benachteiligung sowie an jun­ge Menschen mit kör­per­li­chen und see­li­schen Behinderungen, die in der Regel wenig Möglichkeiten haben, an Ferienmaßnahmen teil­zu­neh­men.

Die Teilnehmenden ler­nen in klei­nen Gruppen die ver­schie­de­nen Formen der Mitbestimmung ken­nen. Es gibt Workshops zu gesun­der Ernährung und Umweltschutz. Abgerundet wird alles mit Angeboten zu Spiel, Spaß, Sport, Kreativität und Musik. Handys wer­den bewusst aus­ge­schlos­sen. So haben sie aus­rei­chend Raum zur Entfaltung der eige­nen Kreativität, für das Knüpfen von Freundschaften und das Ausleben eige­ner indi­vi­du­el­ler Interessen.

Das Feriencamp för­der­te zudem den Zusammenhalt der Kinder unter­ein­an­der. Sie hel­fen sich gegen­sei­tig, ler­nen Kompromisse ein­zu­ge­hen und ihre Meinung respekt­voll zu äußern. Insgesamt ermög­lich­te das Feriencamp eine ganz­heit­li­che Entwicklung der jun­gen Menschen in einem inklu­si­ven und demo­kra­ti­schen Umfeld.

Das Feriencamp fin­det seit 2007 statt und wird vom Trägerwerk Soziale Dienste in Berlin und Brandenburg gGmbH jähr­lich in Zusammenarbeit mit Jugendämtern, dem Technischen Hilfswerk, Sponsoren und Stiftungen, Vereinen und Verbänden durch­ge­führt.

Bildquelle: Feriencamp 2025: © Marlena Cichuta twsd in BB gGmbH

Erlebnis Pferd

Projektträger: Erlebnis Pferd — Förderverein für Menschen mit Handicaps e. V.

Laufzeit: 01.05.2025 bis 31.12.2025

Das Projekt unter­stützt die Inklusion und Teilhabe für benach­tei­lig­te Kinder. Mit den Inklusionspferden soll das Sozialverhalten und Selbstvertrauen gestärkt wer­den. Die Kinder ler­nen den Umgang mit den Tieren und ent­wi­ckeln Verantwortungsbewusstsein, ein sozia­les Miteinander und über­win­den Ängste und Kommunikationsbarrieren. Dieses lebens­prak­ti­sche Lernen, Arbeiten und Erleben för­dert nicht nur die ganz­heit­li­che Entwicklung der Kinder, son­dern wirkt sich auch posi­tiv auf ihr Lernen und ihre Teilhabe in der Schule sowie über die Schule hin­aus aus.

Dabei wird auf die indi­vi­du­el­len Bedürfnisse der ein­zel­nen Teilnehmenden geach­tet. Wöchentlich fährt eine Gruppe von sechs Kindern auf einen Reiterhof und nach kur­zer Einweisung, put­zen und arbei­ten die Kinder selbst­stän­dig und unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig. Der Schwerpunkt liegt auf der sozi­al-emo­tio­na­len Entwicklung und dem inklu­si­ven Ansatz. Im Förderprogramm wird mit Schülerinnen und Schülern von Inklusions- und Sonderschulen aus Berlin und Brandenburg gear­bei­tet und die Teilnahme ist kom­plett kos­ten­frei.

Das Inklusionsförderprogramm ist Spenden basiert. Weiterführende Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten fin­den sich auf der Website des Vereins.

 

Bildquelle: © Emilia Willberg / Unsplash

Kanada-Reise für eine Familienwohngruppe

Projektträger: Leben(s)zeit gGmbH

Laufzeit: 01.08.2024 bis 20.08.2024

Vier jun­ge Menschen im Alter von 10 – 17 Jahren, die seit 2014 gemein­sam in einer der Familienwohngruppen der Leben(s)zeit gGmbH leben, reis­ten vom 01.08.2024 bis zum 20.08.2024 nach Kanada. Seitdem sie in der Wohngruppe leben, haben sie regel­mä­ßig Kontakt zur kana­di­schen Cousine der inne­woh­nen­den Erzieherin – die vir­tu­el­le Welt macht es mög­lich! Allerdings woll­ten die jun­gen Menschen end­lich auch die Realität ken­nen­ler­nen. Angetrieben von ihrer Abenteuerlust mach­ten sich alle Vier mit Zwei päd­ago­gi­schen Fachkräften auf die lang­ersehn­te Reise. Für alle Kids war es das ers­te Mal im Ausland.

Erschöpft erreich­ten sie nach knapp 24 Stunden Kanada, wo sie auf einem Selbstversorgerhof die unend­li­chen Weiten des Landes spür­ten. Sie hal­fen, die Tiere zu ver­sor­gen, Ziegen zu mel­ken, Gemüse anzu­bau­en und zu ern­ten und Essen am Lagerfeuer zuzu­be­rei­ten. Während der Reise war es den Kindern auch mög­lich, diver­se Sightseeing-Trips zu unter­neh­men. So besuch­ten sie die Niagarafälle und ein Rodeo, besich­tig­ten eine Handschuhfabrik, bestie­gen den CN-Tower in Toronto und ver­brach­ten einen Tag im Aquarium. Auch für die Menschen vor Ort war es ein Abenteuer, deut­sche Kinder zu Besuch zu haben: Eigens für sie wur­de ein Grillfest mit Live-Musik orga­ni­siert, bei dem unse­re jun­gen Menschen im Mittelpunkt stan­den und auf Englisch Gespräche mit Jung und Alt führ­ten. So konn­ten alle Vier ihre Englischkenntnisse ver­tie­fen.

 

Bildquelle: Reise nach Kanada ©Leben(s)zeit gGmbH

Bewegung und Gesundheit

Zirkusprojekt der Johann-Heinrich-Bolte Grundschule Fehrbellin

Projektträger: Verein der Freunde und Förderer der Grundschule Fehrbellin

Laufzeit: 15.06.2025 bis 31.07.2025

Im Juni 2025 fand an der Johann-Heinrich-Bolte Grundschule Fehrbellin eine Zirkusprojektwoche statt, gelei­tet von den Zirkuspädagoginnen und ‑päd­ago­gen des Mitmachzirkus Smiley. Das Ziel war, Gemeinschaftsgefühl und Selbstwirksamkeit zu stär­ken und Lernen abseits von Noten- und Wettbewerbsdruck zu ermög­li­chen. Alle Klassenstufen koope­rier­ten in gemisch­ten Teams und das Training umfass­te Akrobatik, Jonglage, Bodenakrobatik, Clownerie und Parcours.

Die Woche war bewusst frei von Schulstress. Spaß an Bewegung, Kreativität und gegen­sei­ti­ge Unterstützung stan­den im Vordergrund. Alle Kinder waren aktiv betei­ligt, hal­fen sich gegen­sei­tig beim Umziehen, Üben neu­er Tricks und Mut machen. Das Training war inklu­siv und stärk­te Teamfähigkeit, Geduld und Verantwortung der Schülerinnen und Schüler.

Am Ende gab es drei öffent­li­che Vorstellungen, in denen die Kinder ihr Können prä­sen­tier­ten. Die Darbietungen reich­ten von Jonglage und Akrobatik bis zu Clownerie und kur­zen Choreografien. Die Teilnehmenden ver­lie­ßen die Bühne mit gestärk­tem Selbstbewusstsein und dem Gefühl, gemein­sam Großes geschafft zu haben. Die Grundschule plant wei­te­re sol­cher Veranstaltungen, um die gemein­schaft­li­che Lernkultur dau­er­haft zu ver­an­kern.

 

Bildquelle: © Brett Wharton / Unsplash

 

Bleib fit – gesunder Körper & Geist

Projektträger: JNWB – Jugendhilfe Nordwestbrandenburg e.V

Laufzeit: 01.05.2025 bis 31.11.2025

Das „Bleib fit – gesun­der Körper & Geist fit“ Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren aus der Prignitz durch viel­fäl­ti­ge Bewegungsangebote zu för­dern und ein Bewusstsein für die Bedeutung von Bewegung für Körper und Geist zu schaf­fen. Dabei wer­den ver­schie­de­ne Aktivitäten ange­bo­ten, dar­un­ter Selbstverteidigung, GPS-Schatzsuche, Schwimmen, Tanzen, Bewegungsspiele sowie Yoga und wei­te­re Bewegungsformen.

Ein zen­tra­les Element des Projekts ist die gemein­sa­me Erarbeitung eines Bewegungstagebuchs mit den Teilnehmenden. Dieses dient dazu, die indi­vi­du­el­len Erfahrungen und Fortschritte fest­zu­hal­ten und die Reflexion über die eige­ne Bewegungsentwicklung zu för­dern. Das Projekt rich­tet sich ins­be­son­de­re an jun­ge Menschen, die sowohl finan­zi­ell als auch durch die länd­li­che Lage benach­tei­ligt sind. Die Angebote sind inklu­siv gestal­tet, sodass auch Teilnehmende mit kogni­ti­ven oder kör­per­li­chen Einschränkungen teil­ha­ben kön­nen.

 

Bildquelle: © Vitolda Klein / Unsplash

Bildung, Politik und Umwelt

Grünes Klassenzimmer

Projektträger: Landschafts- und Kunstverein Rietzer Berg e. V.
Laufzeit: 1.2.2025 bis 31.07.2025

Einmal im Monat kom­men Schüler und Schülerinnen der 5. Klasse ver­schie­de­ner Brandenburger Schulen zum Projekttag ins Grüne Klassenzimmer. Hier ler­nen die Kinder über Landwirtschaft, die hei­mi­sche Natur und Nachhaltigkeit. In klei­ne­ren Gruppen wer­den dann Obst und Gemüse ange­baut und damit das Bewusstsein für die Herkunft unse­rer Lebensmittel geschaf­fen. Es wer­den Pflanzen selbst vor­ge­zo­gen, aus­ge­sät, gepflegt und geern­tet. Eine wei­te­re Gruppe baut mit Naturmaterialien zum Beispiel Nistkästen, Insektenhotels oder auch Bänke für das Klassenzimmer unter frei­em Himmel. Dafür wird gemein­sam geplant, abge­stimmt und unter Anleitung des Erlebnispädagogen mit Holz und Werkzeugen gear­bei­tet. Gleichzeitig berei­tet eine Kochgruppe selbst­stän­dig aus dem im Garten geern­te­ten Gemüse ein lecke­res Gericht für ein gemein­sa­mes Mittagessen zu.

Durch die Regelmäßigkeit der Projekttage, kön­nen die Kinder über einen län­ge­ren Zeitraum den Fortschritt im Garten beob­ach­ten, die ver­schie­de­nen Jahreszeiten mit­er­le­ben, Entscheidungen mit­ge­stal­ten und Selbstvertrauen auf­bau­en. Gemeinsam wird ent­schie­den, wel­ches Gemüse ange­baut, was gekocht oder gebaut wird. Teambuilding-Aktivitäten und Erlebnisspiele auf dem Gelände stär­ken das sozia­le Miteinander.

Im Vergleich zum Berliner Umland, liegt die Armutsrisikoquote im Land Brandenburg über dem Bundesdurchschnitt. Das Projekt hilft betei­lig­ten Kinder, die von Armut betrof­fen sind.

 

Bildquelle: Grünes Klassenzimmer: © Landschafts- und Kunstverein Rietzer Berg e. V.

 

Integrative Nachhilfe und onlinebasiertes Lernen für Kinder in der Gemeinschaftsunterkunft

Projektträger: Paragraph 13 e.V., Potsdam
Laufzeit: April bis August 2022

Paragraph 13 e.V. unter­stützt Kinder mit Fluchthintergrund beim Lernen. Sie erhal­ten Hilfe bei den Hausaufgaben und beim online-basier­ten Lernen. Außerdem ent­wi­ckelt der Träger gemein­sam mit den Kindern Freizeitaktivitäten. In der Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf leben der­zeit rund 80 schul­pflich­ti­ge Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren. Pädagogische Fachkräfte und ehren­amt­li­che Helferinnen und Helfer küm­mern sich zwei­mal wöchent­lich um die Stahnsdorfer Kinder der Gemeinschaftsunterkunft. In einem fes­ten Lernraum haben die Kinder die Möglichkeit, in Ruhe Hausaufgaben zu erle­di­gen, zu ler­nen und sich dabei hel­fen zu las­sen. Darüber hin­aus gibt es Ausflüge und ande­re gemein­sa­me Aktivitäten.

Die Kinder der Gemeinschaftsunterkunft waren von den Corona-Beschränkungen mit Ausgangssperren und Home-Schooling beson­ders betrof­fen. Oftmals gab es für sie kei­nen Rückzugsort, eben­so fehl­ten tech­ni­sche Geräte und W‑LAN. Die Familien waren teil­wei­se von der Außenwelt abge­schnit­ten. Mit dem Angebot, das alle Kinder der Unterkunft ohne Anmeldung kos­ten­frei nut­zen kön­nen, wird dem ent­ge­gen­ge­wirkt. Neben der direk­ten Lernhilfe geht es auch dar­um, die Kinder zu inte­grie­ren und ihnen sozia­le Erlebnisse zu ermög­li­chen.

Bildquelle: Kinder in der GU Stahnsdorf: © Paragraph 13

Kunst und Kultur

KellaPopChor

Projektträger: Evangelische Kirchengemeinde Templin
Laufzeit: 01.01.2026 — 31.12. 2026

Der KellaPopChor macht gemein­sa­mes Singen für jun­ge Menschen in der Region Templin mög­lich. Die struk­tur­schwa­che Region bie­tet weni­ge Angebote für Jugendliche und kei­ne ande­ren pop­kul­tu­rel­len Aktivitäten. Der Chor ist klas­sen- und schul­über­grei­fend und steht allen jun­gen Menschen in der Region offen, die Freude am Singen und Musizieren mit­brin­gen.

Die Chormitglieder tref­fen sich ein­mal wöchent­lich im Jugendkella zur gemein­sa­men Probe. Hier wer­den Songs ein­ge­übt, die sie selbst aus­ge­sucht gemein­sam mit einer Fachkraft arran­giert haben.

Der Chor ist mehr als nur ein Musikangebot: Er bringt als siche­rer Raum jun­ge Menschen mit gemein­sa­men Interessen zusam­men, stärk ihre Selbstwirksamkeit und ihr Selbstbewusstsein und bie­tet Möglichkeiten zur indi­vi­du­el­len Entfaltung. Ein Mitglied fasst das tref­fend zusam­men: „Es ist rich­tig schön, zu sehen, wie wir alle gewach­sen sind und am Ende ein mega Programm auf die Bühne gestellt haben, in dem jede und jeder eine wich­ti­ge Rolle hat.“

Bildquelle: KellaPopChor © Tom Schwers/Nordkurier

Musik schafft Perspektiven

Projektträger: Kammerakademie Potsdam
Laufzeit: jähr­lich bis 2026

Seit 2013 enga­giert sich die Kammerakademie Potsdam im Stadtteil Drewitz mit ihrem Projekt „Musik macht Perspektive”. In Zusammenarbeit mit dem Begegnungszentrum „oskar.” und der Grundschule „Am Priesterweg” gestal­tet die Kammerakademie eine Vielzahl and musi­ka­li­schen Angeboten. Über das Jahr ver­teilt, fin­den Workshops, Open-Stage-Abende und Mitmachkonzerte für unter­schied­li­che Altersgruppen statt sowie Abende mit bunt durch­misch­tem Publikum. Hier kön­nen Line Dance und Artistik auf Brahms und Kinderlieder oder kur­ze Vorträge tref­fen – geleb­te Vielfalt und Netzwerkbildung im Stadtteil. Die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam för­der­te das neue Konzept bereits seit 2020, etwa 625 jun­ge Menschen pro­fi­tie­ren davon.

Seit 2020 fin­den Empowerment-Workshops für Potsdamer Jugendliche an Oberschulen statt. Ganz unter­schied­li­che Gruppen von jun­gen Menschen kom­men dabei zusam­men, die zu klas­si­scher Musik sonst kaum Zugang haben. Die ste­ti­ge Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Bürgern und Musikern führt zu einem leben­di­gen Austausch, bei dem Kinder Energie ent­fal­ten und neue Welten ent­de­cken.

Einen jähr­li­chen Höhepunkt stellt das Projekt „Stadtteil macht Oper” dar: in einer par­ti­zi­pa­ti­ven Musiktheaterproduktion wird über meh­re­re Monate hin­weg eine Oper zu einem gesell­schaft­lich rele­van­ten Thema erar­bei­tet und zur Aufführung gebracht.

Bildquelle: Bild „Empowerment Workshop”: © Kammerakademie Potsdam

Fachkräftesicherung

Johanniter — Jugend Sommercamp 2025

Projektträger: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Laufzeit: 01.07.2025 bis 30.09.2025

Das Johanniter Jugend Sommercamp 2025 bot rund 100 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren aus Berlin und Brandenburg eine unver­gess­li­che Ferienwoche an der Ostsee auf Rügen. Im Mittelpunkt stan­den dabei Kinder und Jugendliche aus sozi­al schwa­chen Regionen, mit Fluchthintergrund sowie Kinder mit Behinderungen oder lebens­ver­kür­zen­den Erkrankungen.

Das Sommercamp stand unter einem gemein­sam ent­wi­ckel­ten Motto, das die Grundlage für das gesam­te Programm der Woche bil­de­te und gesell­schaft­lich rele­van­te Themen wie Umwelt, Natur, Kreativität oder Sport auf­griff. Die Vorbereitungen began­nen mit einem Schulungstreffen, bei dem das Team – etwa 20 Jugendleiter und Jugendleiterinnen ab 14 Jahren und haupt­amt­li­che päd­ago­gi­sche Fachkräfte der Johanniter – zu Themen wie Aufsichtsrecht, Kinderschutz und Teambuilding geschult wur­de.

Was die­ses Projekt beson­ders mach­te, war die Kombination aus ehren­amt­li­chem Engagement, Inklusion und gesell­schaft­li­cher Relevanz. Die jun­gen Menschen, die selbst aus­ge­bil­det wur­den, erhiel­ten die Möglichkeit, prak­ti­sche Erfahrungen in der Betreuung und Durchführung von Workshops zu sam­meln. Gleichzeitig griff das Programm die Interessen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen auf.

Das Sommercamp bot nicht nur den Kindern und Jugendlichen eine berei­chern­de Erfahrung, son­dern stärk­te auch den Zusammenhalt im Team und för­der­te inter­kul­tu­rel­len Austausch, Chancengleichheit und Integration.

 

Bildquelle: © Andy Quezada / Unsplash

6. Brandenburgischer Erziehungshilfefachtag im Landkreis Potsdam-Mittelmark

Projektträger: Landkreis Potsdam-Mittelmark
Laufzeit: Juni bis Dezember 2022

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark war erst­ma­lig Ausrichter des 6. Brandenburgischen Erziehungshilfefachtages in Werder, unter­stützt vom Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS). Der Fachtag wird seit 2007 in regel­mä­ßi­gen Abständen von unter­schied­li­chen Landkreisen aus­ge­rich­tet. 2022 fand er zum 6. Mal statt und rück­te die Beziehungen in der Erziehungshilfe in den Fokus. Der Landkreis begrüß­te rund 300 Fachleute ver­schie­de­ner Professionen: Von Geschäftsführenden über Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bis hin zu Studierenden Sozialer Arbeit ver­sam­mel­te sich eine bun­te Menge an Teilnehmenden für zwei Tage in der Havelstadt Werder.

Auf fünf Foren und ins­ge­samt 18 Workshops boten sich beim BEHT brei­te Möglichkeiten für den fach­li­chen Diskurs – ins­be­son­de­re zum neu­en Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG), das die pro­fes­sio­nel­le Arbeit in neue Bahnen lenkt.

Die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam unter­stütz­te den Brandenburgischen Erziehungshilfetag finan­zi­ell und stell­te ihr Förderangebot im Rahmen der Fachtagung als Tagungspartner vor.

Bildquelle: BEHT 2022: © Landkreis Potsdam-Mittelmark

Bildquelle:

  • Kinder in der GU Stahnsdorf: Kinder in der GU Stahnsdorf: ©Paragraph 13/Anna Müller